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Breitbandversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis

Stand 23. August 2021

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur mit schnellen, flächendeckenden Breitband-Internetanschlüssen ist für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung insbesondere der Dörfer und somit für die Zukunft unserer Region von enormer Bedeutung.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat von Ende 2018 bis 2020 ein kreisweites Ausbauprojekt realisiert, um eine flächendeckende ‚Next Generation Access’ (NGA)-Breitbandversorgung zu erreichen. Hierbei wurden fast alle Haushalte, die bisher eine Versorgung von weniger als 30 mbit/s haben, im Landkreis mit Gigabit versorgt.

Umsetzung des Ausbauprojektes

Auf der Grundlage dieser Machbarkeitsstudie hat der TÜV Rheinland in unserem Auftrag die Ausbaugebiete im Rhein-Hunsrück-Kreis festgelegt. Ende Oktober 2016 konnten entsprechende Fördermittel beim Bund und beim Land Rheinland-Pfalz beantragt werden, die sich auf insgesamt 90 % belaufen.

Mit Bescheid vom 23. Juni 2017 hat der Projektträger atene KOM im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für unser Vorhaben vorläufig einen Betrag in Höhe von 5.599.097 € bewilligt. Dies entspricht 50 % der förderfähigen Kosten.

Ergänzend hierzu haben wir beim Land Rheinland-Pfalz einen Förderantrag über weitere 40 % der förderfähigen Kosten eingereicht.

Ziel des Projekts ist es, im Landkreis 967 Anschlüsse mit mindestens 50 mbit/s zu versorgen, darunter 173 gewerbliche Anschlüsse und 37 Schulen. Die Anschlüsse verteilen sich auf 59 Städte und Ortsgemeinden im Landkreis.

Seit dem 18. Dezember 2018 liegen sowohl vom Bund als auch vom Land Rheinland-Pfalz die endgültigen Bewilligungsbescheide vor. Die Förderhöhe beläuft sich auf insgesamt 10.050.116 €.

Ausschreibung und Vergabe des Auftrags

Nach einer europaweiten Ausschreibung konnte in der Sitzung des Kreisausschusses am 5. Juli 2018 der Auftrag für die Umsetzung des Projekts an die Fa. Innogy TelNet GmbH, Essen, vergeben werden. Das Konzept des Auftragnehmers sah eine komplette Versorgung aller beteiligten Hausanschlüsse mit der fttb (fibre-to-the-building)-Technik vor, d.h. alle Hausanschlüsse erhielten einen Glasfaseranschluss und verfügen damit über sehr hohe, zukunftssichere Bandbreiten.

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über rund 11,1 Millionen €.

Ausbauphase

Der Spatenstich für das Projekt fand am 18. Dezember 2018 in Thörlingen statt. Im Januar 2019 hat die Fa. Westnetz im Auftrag der Fa. Innogy TelNet GmbH mit dem Ausbau begonnen.

Neben dem Ausbau der rund 980 Anschlüsse hat das beauftragte Unternehmen weitere Anschlüsse, die nach den bundes- und landesrechtlichen Förderbestimmungen als versorgt gelten, eigenwirtschaftlich erschlossen. Um möglichst viele Häuser auch eigenwirtschaftlich zu erschließen, gibt es im Gesamtprojekt Verzögerungen.

Informationen zum eigenwirtschaftlichen Ausbau erhalten Sie direkt bei der Fa. Westnetz in Simmern.

Das Projekt ist zum 31. März 2021 abgeschlossen worden, das heißt alle Anschlüsse im geförderten Ausbau sind nun in Betrieb genommen.

Wie geht es weiter?

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat am 26. April 2021 ein neues Förderprogramm („Graue-Flecken-Programm“) veröffentlicht. Mit diesem Förderprogramm können in einem Breitbandausbauprojekt alle Anschlüsse, die derzeit mit weniger als 100 mbit/s versorgt sind, mit Gigabitbreitband ausgebaut werden. Für Unternehmen bestimmter Größe, landwirtschaftliche Betriebe und so genannte sozioökonomische Schwerpunkte (zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, Behörden) kann sogar ein Ausbau erfolgen, wenn die aktuelle Versorgung darüber liegt.

Es wird erwartet, dass das Land Rheinland-Pfalz in Kürze eine ähnliche Förderrichtlinie erlassen wird, so dass beim Ausbau eine Förderquote von 90 % erreicht werden kann.

In Abstimmung mit den Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard hat der Kreisausschuss ebenfalls am 26. April 2021 beschlossen, die Projektträgerschaft für dieses Ausbauprojekt zu übernehmen. Die Verwaltung hat mit ersten Vorbereitungen zur Umsetzung des Projekts begonnen.

Mit dem Beginn des Ausbaus ist nicht vor Mitte 2022 zu rechnen.

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