Sprungziele
Inhalt
Datum: 02.04.2026

Runder Tisch Jagd und Forst veröffentlicht Handreichung für Jagdgenossenschaften, Waldbesitzende und Jagdausübende

Der im Juli 2025 bei der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück konstituierte Runde Tisch Jagd und Forst hat eine praxisorientierte Handreichung für Jagdgenossenschaften, Waldbesitzende sowie Jagdausübende erarbeitet und nun veröffentlicht.

Ziel des Runden Tisches war es, die Kommunikation und Zusammenarbeit in den Jagdrevieren des Kreises zu verbessern. Dadurch sollen Wildschäden in der Landwirtschaft möglichst geringgehalten und gleichzeitig klimaresiliente Wälder mit einem artenreichen und gesunden Wildbestand entwickelt werden.

Die Handreichung informiert über jagdlich relevante rechtliche Rahmenbedingungen und die beteiligten Akteure. Zudem gibt sie einen Überblick über die Anforderungen der „Bundesförderung klimaangepasstes Waldmanagement“ und zeigt beispielhaft auf, wie Vereinbarungen zwischen Jagdrechtsinhabern und Jagdausübungsberechtigten gestaltet werden können, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

In mehreren Anlagen werden empfohlene Vorgehensweisen und Vereinbarungen ausführlich erläutert. Dazu zählen insbesondere Hinweise zu inhaltlichen Anforderungen an Jagdkonzepte sowie zu Besonderheiten in Revieren mit Rotwild. Ergänzt wird die Handreichung durch Informationen zu Fortbildungsangeboten und eine umfangreiche Adressenliste.

Landrat Boch bedankt sich bei den Teilnehmenden des Runden Tisches Jagd und Forst, den Vertreterinnen und Vertretern des Kreisverbands Rhein-Hunsrück im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz e.V., des Waldbauvereins Rhein-Hunsrück e.V., der Kreisgruppe Rhein-Hunsrück im Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz e.V., der Rotwild-Hegegemeinschaften Mittelrhein-Hochwald-Struth und Soonwald, der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF), der Forstämter Kastellaun, Soonwald, Simmern und Boppard, des Instituts für Tierökologie und Naturbildung, der Kreisgruppe der Jäger im Landesjagdverband e.V. und der unteren Jagdbehörde für ihre Unterstützung und die Mitarbeit an der Handreichung: „Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, bei diesem schwierigen und kontrovers diskutierten Thema an einem Tisch eine gemeinsame Linie zu finden - das ist absolut nicht selbstverständlich. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr, dass sie bereit waren, in einem intensiven Austausch miteinander zu diskutieren und einen Konsens zu suchen. Dies ist sehr erfolgreich gelungen und hilft letztlich allen in der Sache weiter. Ich glaube, damit können wir in der Region sehr gut arbeiten.“ 

Die Handreichung wird in gedruckter Form als Broschüre an die Jagdgenossenschaften, die Gemeinden und die Forstämter im Kreis sowie über die Teilnehmenden der Interessenverbände an deren Mitglieder verteilt. Zusätzlich ist sie auf der Homepage der Kreisverwaltung unter kreis-sim.de/Jagd veröffentlicht.

nach oben zurück