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Datum: 12.08.2019

Regelungen bezüglich Honigbrachen und Brachen auf ökologischen Vorrangflächen

Es gibt einige Flächen, die mit der sogenannten Honigbrache eingesät sind. Mit ihrer Blütenpracht erfreuen sie die Betrachter und sind für Bienen und andere Insekten sehr wertvoll. Durch die vielen unterschiedlichen Pflanzenarten haben sie eine sehr lange Blühdauer. Aus diesem Grund müssen sie mindestens bis Ende September auf der Fläche verbleiben. Es gibt Mischungen, die nur für ein Jahr eingesät werden und es gibt Mischungen, die drei Jahre auf der Fläche verbleiben.

Die EU schreibt auch für diese Flächen Pflegemaßnahmen vor.

Bei einjährigen Honigbrachen dürfen ab 01. Oktober Pflegemaßnahmen (z.B. Mulchen, Vorbereitung einer Herbsteinsaat) durchgeführt werden.

Bei der dreijährigen Mischung gilt, dass bis zum 15. November eine Pflegemaßnahme (Mindesttätigkeit) durchgeführt werden muss. Im ersten Jahr ist dieser Vorschrift mit der Aussaat Genüge getan. Im zweiten Jahr können/müssen die Flächen mit Honigbrache ab dem 01. Oktober bis zum 15. November gepflegt werden.

Sollten die Bracheflächen aus naturschutz- oder umweltfachlichen Gründen über Winter stehen bleiben, muss das Auslassen der Mindesttätigkeit bei der Kreisverwaltung beantragt werden.

Im dritten Jahr muss wieder im vorgeschriebenen Zeitraum eine Pflege erfolgen.

Bei der Brache auf ökologischen Vorrangflächen (ÖVF-Brachen) wird des Öfteren die Frage an die Kreisverwaltung herangetragen, ob diese Flächen nach fünf Jahren zu Dauergrünland werden. Dies ist nicht der Fall. ÖVF-Flächen sind per EU-Definition immer Ackerflächen. Erst wenn diese Flächen nicht mehr als ÖVF-Brachen genutzt werden, kann bei einer nachfolgenden Nutzung als Grünland oder Ackerfutterbau Dauergrünland entstehen.

Weitere Auskünfte erteilt die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis, Fachbereich Landwirtschaft, Telefon 06761 82-830 bis -835.

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