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07.07.2016

Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen von ärztlichen Behandlungen bei Auslandsreisen

Sommerzeit ist Reisezeit. Wer auf ärztlich verordnete Medikamente, die Betäubungsmittel enthalten, angewiesen ist, muss bei Auslandsreisen besondere Bestimmungen beachten.

Die Einreise mit und der Besitz von Betäubungsmitteln ist in vielen Ländern strafbar, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass diese Mittel aus medizinischen Gründen erforderlich sind. Auf Reisen in Schengen-Staaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn) können ärztlich verordnete Betäubungsmittel mitgeführt werden. Hierbei muss jedoch eine vom behandelnden Arzt ausgestellte und vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung beglaubigte Bescheinigung mitgeführt werden.

Für Reisen mit ärztlich verordneten Betäubungsmitteln in Nicht-Schengen-Staaten gibt es keine international harmonisierten Bestimmungen. Die nationalen Bestimmungen der Ziel- oder Transitländer sind daher dringend zu beachten, um Probleme auf der Reise zu vermeiden. Patienten sollten sich vor Reisebeginn ausführlich über die Rechtslage der jeweiligen Länder erkundigen. Auskunft über die nationalen Bestimmungen zum Mitführen von Medikamenten und Betäubungsmitteln können die diplomatischen Vertretungen der Reiseländer in der Bundesrepublik erteilen. Die Kontaktdaten der ausländischen Vertretungen können beispielsweise über die Internetseiten des Auswärtigen Amtes abgerufen werden. Sofern bei Reisen in Nicht-Schengen-Staaten ärztlich verordnete Betäubungsmittel mitgeführt werden, sollte immer nach dem Leitfaden für Reisende des Internationalen Suchtstoffkontrollamtes (INCB) verfahren werden. Demnach sollten Reisende eine vom behandelnden Arzt ausgestellte mehrsprachige Bescheinigung mit genauen Angaben zur Medikation mitführen, die ebenfalls vor Reiseantritt von der zuständigen Behörde zu beglaubigen ist. International ist die Form dieser Bescheinigungen nicht vorgegeben; empfohlen wird jedoch, den Mustervordruck der Bundesopiumstelle zu nutzen.

Im Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis erfolgt die Beglaubigung ärztlicher Bescheinigungen für Reisen mit Betäubungsmitteln durch den Fachbereich Gesundheitsamt der Kreisverwaltung. Die Bescheinigungen sind vorher vom verordnenden Arzt auszufüllen. Für jedes verschriebene Betäubungsmittel ist eine gesonderte Bescheinigung erforderlich. Die ausgefüllten ärztlichen Bescheinigungen werden unter Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses beglaubigt. Die Beglaubigung kostet 9 Euro.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Renate Hermesdorf und Heike Röhrig.

Kontakt

Frau Renate Hermesdorf
Telefon: 06761 82-701
E-Mail oder Kontaktformular
Frau Heike Röhrig
Telefon: 06761 82-706
E-Mail oder Kontaktformular

Pressestelle

Frau Doris Becker
Pressestelle
Telefon: 06761 82-125
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