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Datum: 19.06.2017

Mögliche Gesundheitsgefahren durch Eichenprozessionsspinner

Das Forstamt Boppard beobachtet in diesem Jahr eine ungewöhnlich starke Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in den Wäldern des Oberen Mittelrheintals.

Neben den Fraßschäden an Bäumen liegt eine weitere Schadwirkung des Eichenprozessionsspinners in den gesundheitlichen Gefahren für den Menschen. Die Haare der Raupen (auch „Brennhaare“ genannt) können beim Menschen Allergien bis hin zu einem allergischen Schock auslösen.

Die allergische Reaktion des Immunsystems kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den Symptomen gehören Hautausschläge (Raupendermatitis) mit Rötungen, Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen. Häufig bilden sich Quaddeln am ganzen Körper. Einatmen der Haare kann Asthma-Symptome auslösen. Begleitend können Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auftreten. In Einzelfällen kann es zu allergischen Schockreaktionen kommen.

Bei Auftreten von allergischen Symptomen sollte ärztliche Behandlung aufgesucht werden. Die Patienten sollten dabei von sich aus auf den Kontakt mit den Raupenhaaren hinweisen.

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis empfiehlt folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • nach Kontakt mit Raupenhaaren: Duschbad mit Haarreinigung und Kleidungswechsel
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