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22.10.2018

Jugendliche im Rhein-Hunsrück-Kreis optimal bei der Berufswahl unterstützt

SchülerInnen suchen nicht selten erfolglos nach einer Ausbildungsstelle oder haben keine Ideen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten. Um die Chancen junger Menschen für gelingende Berufsorientierung und Vermittlung in Ausbildung zu erhöhen, lud die Konzertierte Aktion nach Kirchberg in die Kooperative Gesamtschule zu einem Transparenz- und Entwicklungsworkshop ein. 

Die Konzertierte Aktion setzt sich aus Vertretern der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Kreisverwaltung, der Schulleitungen und dem Regionalrat Wirtschaft zusammen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) im Auftrag der Landesregierung.

Landrat Dr. Bröhr begrüßte alle Gäste, unter ihnen auch Vertreter der ADD und des Bildungsministeriums, und stellte fest, dass angesichts der zunehmenden Komplexität der Bildungs- und Ausbildungswege und des raschen Wandels in der Arbeitswelt den Jugendlichen und ihren Eltern eine individuelle Berufswahl immer schwerer falle. In den Schulen arbeiten daher unterschiedliche Fachkräfte zusammen, um den SchülerInnen Halt und Orientierung zu bieten.

In einer moderierten Gesprächsrunde erhielten die verschiedenen Akteure die Möglichkeit, sich und ihr Aufgabenfeld vorzustellen.

Die Beschäftigung mit dem Thema Berufswahl beginnt in den meisten Schulen bereits ab der 6. Klasse mit dem Wahlpflichtfachunterricht. Durch Betriebspraktika, Besuch von Ausbildungsmessen, Potenzialanalysen und vielen anderen Bausteinen haben die SchülerInnen die Chance, sich über ihre Fähigkeiten und Interessen Gedanken zu machen. Gemeinsam mit den JobFüxen, die an allen weiterführenden Schulen im Kreis Jugendliche beim Einstieg ins Berufsleben begleiten, und den Mitarbeitern der Arbeitsagenturen, können konkretere berufliche/schulische Perspektiven ermittelt werden.

Um den Brückenschlag von den weiterführenden Schulen zu den Berufsbildenden Schulen zu erleichtern, finden vor und nach den Sommerferien die sogenannten Übergabegespräche unter Beteiligung der JobFüxe, der LehrerInnen, Mitarbeitern der Agentur für Arbeit und des Jobcenters und der Sozialplanung des Jugendamtes statt. Sie sorgen dafür, dass kein Schüler verloren geht und es für alle eine Perspektive in Schule oder Ausbildung gibt.

Wie komplex dieses System ist, wurde in der Podiumsdiskussion und den anschließenden Workshops verdeutlicht. Sinn und Unsinn schulischer Maßnahmen im Bereich Berufsorientierung, wie das Sammeln von Praxiserfahrung oder die Durchführung der Potenzialanalyse wurden ebenso wie der Umgang mit schwierigen Schülern und die Übergangsgespräche im Bereich Schule-Beruf lebhaft diskutiert. Benötigt wird eine stärkere individuelle Ausrichtung der Berufsorientierung. Darüber hinaus sollte es mehr Möglichkeiten für SchülerInnen geben, durch Praktika Erfahrungen zu sammeln. Es bedarf tragfähiger, stabiler Vertrauensbeziehungen als Eintrittskarte für alle Helfer, so wie das niedrigschwellige Angebot der JobFüxe.

Ein Ausbau im Bereich der Übergabegespräche könnte bedeuten, dass Schüler und Eltern zu individuellen Gesprächen mit den Fachkräften eingeladen werden.

Mit vielen Ideen und Anregungen ausgestattet wird die Konzertierte Aktion die weiteren Schritte in Folgetreffen bearbeiten.

Deutlich wurde, dass im Rhein-Hunsrück-Kreis der Bereich der Jugendberufshilfe über eine gute kreisweite Angebotspalette verfügt. Gerade die positive Netzwerkkultur der am Prozess Beteiligten sorgt dafür, dass Bedarfe frühzeitig erkannt werden und die meisten Jugendlichen mit einer beruflichen Perspektive ausgestattet werden können. Eine stärkere Einbindung der Betriebe könnte diese Prozesse positiv vorantreiben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wie-wo-was.info oder petra.kaspers@rheinhunsrueck.de

Pressestelle

Frau Doris Becker
Pressestelle
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