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Breitbandversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis

Stand Januar 2022

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur mit schnellen, flächendeckenden Internetanschlüssen ist für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunft unserer ländlichen Region von enormer Bedeutung.

Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat in den vergangenen Jahren ein kreisweites Ausbauprojekt realisiert, um eine flächendeckende ‚Next Generation Access’ (NGA)-Breitbandversorgung zu erreichen. Hierbei wurden in einem ersten Schritt rund 1.000 Haushalte mit einem Glasfaseranschluss und damit mit Bandbreiten bis in den Gigabitbereich versorgt. Das Projekt konnte Ende des Jahres 2021 erfolgreich abgeschlossen werden.

Neues Ausbauprojekt: Glasfaser für alle Gemeinden

Das nächste Ziel der Kreisverwaltung ist es, den gesamten Landkreis flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Das geplante Ausbauprojekt soll im Rahmen des neuen „Graue-Flecken-Programms“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert werden. Das Land Rheinland-Pfalz befindet sich parallel dazu in Vorbereitung eines ergänzenden Landesförderprogramms, aus dem der Kreis zu gegebener Zeit ebenfalls Fördergelder generieren kann.

Nach dem Graue-Flecken-Programm dürfen in einem ersten Schritt alle Anschlüsse mit Glasfaser versorgt werden, die derzeit eine Versorgung unter 100 mbit/s haben. Dies sind nach einer entsprechenden fachlichen Auswertung rund 16.000 Adressen im Kreisgebiet. Hinzu kommen noch so genannte sozio-ökonomische Schwerpunkte (hier insbesondere Unternehmen in einer bestimmten Größe, Schulen, Krankenhäuser, landwirtschaftliche Betriebe), auch wenn die Versorgung dort derzeit über 100 mbit/s liegt.

Ab 1. Januar 2023 dürfen dann alle Anschlüsse im Kreis ausgebaut werden, wenn sie nicht bereits eine gigabitfähige Versorgung haben. In der Stufe 2 des Förderprogramms können dann nach derzeitigem Stand rund 1.400 weitere Adressen im Kreis ausgebaut werden, so dass insgesamt in beiden Phasen rund 17.500 Adressen auszubauen sind. So genannte HFC-Netze, also Adressen, die mit einem (Fernseh)Kabel-Anschluss versorgt sind bzw. versorgt werden können, gelten als gigabitfähig und sind nicht förderfähig. Das betrifft rund 14.500 Adresspunkte im Kreisgebiet.

Ausbau bei Einzellagen

Beachtet werden muss, dass es für Einzellagen Einschränkungen hinsichtlich der Förderfähigkeit gibt.

Um Einzellagen im Sinne der Förderprogramme handelt es sich dann, wenn sich die zu erschließende Adresse mehr als 400 Meter vom „letztmöglichen Anschlusspunkt“ entfernt liegt. Als letztmöglicher Anschlusspunkt gilt dabei jeder Punkt eines Telekommunikationsnetzes.

Bei schwer erschließbaren Einzellagen wird die Förderung auf diesen Trassenabschnitt bzw. auf das Zweieinhalbfache der durchschnittlichen Kosten pro Adresspunkt im Projektgebiet begrenzt, dabei ist die für den Grundstückseigentümer der Einzellage günstigere Lösung zu wählen.

Grundstückseigentümer in diesen Einzellagen sollen ein Angebot erhalten, aus dem ihr erforderlicher Eigenbetrag für einen gigabitfähigen Anschluss zu den fördergebietsüblichen Konditionen hervorgeht.

Nach den derzeit vorliegenden Informationen ist zudem zu beachten, dass die zu erwartende Landesförderregelungen vorsehen werden, dass bei Einzellagen nur die bereits erwähnten sozio-ökonomischen Schwerpunkte förderfähig sind. Reine privat bewohnte Häuser bzw. Mühlen fallen nicht darunter.

Derzeitige Versorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis

Von den rund 42.000 Anschlusspunkten im gesamten Landkreis sind derzeit rund 25.000 Anschlüsse mit Bandbreiten bis zu 1 GBit/s versorgt bzw. werden in den nächsten 3 Jahren von Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich versorgt. Hierunter fallen auch so genannte HFC-Netze, also Anschlüsse mit einem (Fernseh)-Kabel-Anschluss der Firma Vodafone Kabel Deutschland GmbH.

Fast alle übrigen Anschlüsse haben derzeit eine Versorgung im Bereich zwischen 50 mbit/s und 200 mbit/s.

Konkrete Informationen über die derzeitige Versorgungslage in Ihrem Ort können Sie dem Breitbandatlas des Bundes entnehmen:

https://netzda-mig.de/breitbandatlas/interaktive-karte

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, im Internet mit der genauen Adressbezeichnung bei den einzelnen Telekommunikationsunternehmen Verfügbarkeitsabfragen durchzuführen.

Informationen zum Bundesförderprogramm (Graue-Flecken)

Informationen zum Graue-Flecken-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und digitale Infrastruktur finden Sie hier:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/relaunch-des-Breitbandfoerderprogramms.html

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