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Breitbandversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis

Stand 18. Dezember 2018

Eine gut ausgebaute Breitbandinfrastruktur mit schnellen, flächendeckenden Breitband-Internetanschlüssen ist für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sowie die Entwicklung insbesondere der Dörfer und somit für die Zukunft unserer Region von enormer Bedeutung.
Der Rhein-Hunsrück-Kreis beabsichtigt demzufolge die Realisierung eines kreisweiten Ausbauprojektes, um eine flächendeckende ‚Next Generation Access’ (NGA)-Breitbandversorgung zu erreichen. Hierbei sollen alle Haushalte im Landkreis mit einer Bandbreite von mindestens 50 mbit/s versorgt werden, zum Teil aber auch, insbesondere für Gewerbe und Industrie, weit darüber hinaus

Machbarkeitsstudie

Die Kreisverwaltung hat im Jahr 2016 hierfür eine Machbarkeitsstudie beim TÜV Rheinland in Auftrag gegeben, deren Erstellung vom Land Rheinland-Pfalz mit 90 % der Kosten gefördert wurde. Den verbleibenden Eigenanteil hat der Rhein-Hunsrück-Kreis übernommen.

Fördergelder von Bund und Land Rheinland-Pfalz

Auf der Grundlage dieser Machbarkeitsstudie hat der TÜV Rheinland in unserem Auftrag die Ausbaugebiete im Rhein-Hunsrück-Kreis festgelegt. Ende Oktober 2016 konnten entsprechende Fördermittel beim Bund und beim Land Rheinland-Pfalz beantragt werden, die sich auf insgesamt 90 % belaufen.

Mit Bescheid vom 23.06.2017 hat der Projektträger atene KOM im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für unser Vorhaben vorläufig einen Betrag in Höhe von 5.599.097 € bewilligt. Dies entspricht 50 % der förderfähigen Kosten.

Ergänzend hierzu haben wir beim Land Rheinland-Pfalz einen Förderantrag über weitere 40 % der förderfähigen Kosten eingereicht.

Ziel des Projekts ist es, im Landkreis 967 Anschlüsse mit mindestens 50 mbit/s zu versorgen, darunter 173 gewerbliche Anschlüsse und 37 Schulen. Die Anschlüsse verteilen sich auf 59 Städte und Ortsgemeinden im Landkreis.

Seit dem 18.12.2018 liegen sowohl vom Bund als auch vom Land Rheinland-Pfalz die endgültigen Bewilligungsbescheide vor. Die Förderhöhe beläuft sich auf insgesamt 10.050.116 €.

Ausschreibung und Vergabe des Auftrags

Nach einer europaweiten Ausschreibung konnte in der Sitzung des Kreisausschusses am 05. Juli 2018 der Auftrag für die Umsetzung des Projekts an die Fa. innogy TelNet GmbH, Essen, vergeben werden. Das Konzept des Auftragnehmers sieht eine komplette Versorgung aller beteiligten Hausanschlüsse mit der fttb (fibre-to-the-building)-Technik vor, d.h. alle Hausanschlüsse erhalten, sofern gewünscht, einen Glasfaseranschluss und verfügen damit über sehr hohe, zukunftssichere Bandbreiten.

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf über 11,1 Millionen €.

Ausbauphase

Der Spatenstich für das Projekt fand am 18.12.2018 in Thörlingen statt. Im Januar 2019 wird die Fa. Westnetz im Auftrag der Fa. Innogy TelNet GmbH mit dem Ausbau beginnen, sofern die Witterung es zulässt.

Das Unternehmen wird mit mehreren Kolonnen kreisweit an verschiedenen Orten mit dem Projekt beginnen. Dem Projektablaufplan kann die ungefähre Zeitplanung entnommen werden.

Es kann aus derzeitiger Sicht damit gerechnet werden, dass bis spätestens Ende März 2020 das Projekt abgeschlossen und das Netz in Betrieb genommen werden kann.

Grundstückseigentümererklärung

Landrat Dr. Bröhr wird sich in Kürze mit einem Informationsschreiben an alle Eigentümer der im Projekt anzuschließenden Grundstücke wenden. Er wirbt in diesem Schreiben darum, dass möglichst alle Eigentümer ihr Haus auch anschließen lassen. Dem Schreiben werden entsprechende Informationen der Fa. Innogy beigefügt.

Dieser Glasfaseranschluss ist für die Eigentümer kostenfrei. Damit der entsprechende Hausanschluss von der Fa. Westnetz GmbH über das Grundstück verlegt werden kann, müssen die Eigentümer vorher eine Grundstückseigentümererklärung unterschreiben.

„Hohe Breitbandraten sind eine Investition in die Zukunft!“ Landrat Dr. Bröhr appelliert deshalb an alle begünstigten Eigentümer, ihr Grundstück an die digitale Zukunft anzuschließen.

Unsere Öffnungszeiten finden Sie hier.

 

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